🧐 Der Check vorm Endspurt: Die aktuell besten & miesesten Buli-Trainer | OneFootball

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Simon Schmidt·28. März 2025

🧐 Der Check vorm Endspurt: Die aktuell besten & miesesten Buli-Trainer

Artikelbild:🧐 Der Check vorm Endspurt: Die aktuell besten & miesesten Buli-Trainer

Jedes Jahr ist es wieder so weit, da werden die altbekannten Hitparaden ausgepackt. Welcher Verein hat sich im Vergleich zur Vorsaison um wie viele Plätze verbessert, wer verschlechtert? Bei solchen Aufzählungen werden die Rahmenbedingungen, mit denen die jeweiligen Trainer eine Saison bestreiten. gerne mal vergessen. Welche Coaches sind also mit Blick auf Budget, Kader, Umfeld, Vorschusslorbeeren und so weiter Highperformer und wer ist Lowperformer. Wir jeweils drei für euch mal etwas unter die Lupe genommen.

Niko Kovač

Es ist kein Geheimnis, dass in Dortmund richtig Druck auf dem Kessel ist. Die Borussen sind aktuell nur Tabellenelfter und müssen sich strecken, um überhaupt noch die Europapokalplätze zu erreichen. Nuri Şahin stieg vor der Saison mit großer Hoffnung zum BVB-Chefcoach auf, konnte die Mannschaft allerdings nicht weiterbringen.


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Seit dem 2. Februar 2025 ist Niko Kovač bei den Westfalen im Amt und muss auch einer schmerzhaften Wahrheit in die Augen blicken. Der Kroate löste weder einen Trainer- noch einen Wow-Effekt aus, auch spielerisch machen die Borussen weiterhin einen ideenlosen Eindruck. Die magere Bundesliga-Bilanz von Kovač: Nach sechs Spielen gab es vier Niederlagen und zwei Siege. So wird es definitiv nichts mit einem Platz unter den ersten sieben, was angesichts der Dortmunder Ansprüche eine Blamage wäre. Zum Schutz des Neu-Trainers sei gesagt: Er spielt mit einem Kader, den er vorher nicht zusammenstellen konnte und der offensichtlich nicht gut genug ist.

Dieter Hecking

Auch beim VfL Bochum blieb der Trainereffekt, den man sich mit dem Wechsel zu Dieter Hecking erhofft hatte, zunächst aus. Ein Sensations-Remis gegen Meister Bayer Leverkusen im ersten Hecking-Spiel wurde von drei Zu-Null-Niederlagen gegen Stuttgart, Augsburg und Bremen gleich wieder negiert.

Was der erfahrene Coach dann aber aus dem VfL machte, ist aller Ehren wert. Vor dem Jahreswechsel holte sich das Team mit zwei Siegen (darunter der Beschluss aus dem Union-Spiel) etwas Selbstvertrauen, was bis heute wirkt. Hecking stabilisierte den als sicher gehandelten Absteiger und hauchte seinem Team neue Hoffnung ein, holte 19 der 20 Bochumer Punkte seit Amtsantritt.

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📸 Luciano Lima - 2025 Getty Images

Motivation und Glaube scheinen die Attribute zu sein, die den VfL im Abstiegskampf momentan beflügeln. Anders ist ein 3:3 gegen Leipzig nach 0:3 Halbzeitstand oder ein 3:2-Auswärtssieg bei den Bayern, ebenfalls nach Rückstand, nicht zu erklären. Hinzu kommt, dass Bochum deutlich weniger Gegentore bekommt. 26 der 52 Gegentore stammen aus vor der Hecking-Zeit und sank somit von 3,7 auf 1,37 Gegentore pro Spiel.

Sebastian Hoeneß

Die Situation beim VfB Stuttgart ist schwierig. Vor der Saison hatten die Schwaben viele schmerzhafte Abgänge, die so gar nicht zu kompensieren waren. Hinzu kommt die Mehrfachbelastung der Champions League und Nationalspieler. Eine erneute Vizemeister-Saison wollte dem VfB wohl niemand andichten. Trotzdem ist ein Platz im Niemandsland wie aktuell wohl nicht der Anspruch des VfB, die Europareisen haben Lust auf mehr gemacht.

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📸 Christian Kaspar-Bartke - 2025 Getty Images

Trainer Sebastian Hoeneß muss in dieser Saison einfach deutlich mehr Dinge managen als noch in der Vorsaison als alle auf der Welle der Euphorie mitschwammen und sich hinten anstellten. Mittlerweile wecken die VfB-Akteure Begehrlichkeiten oder schauen einmal öfter nach links und rechts und wirken so manchmal als seien sie nicht mit 100 Prozent auf dem Platz. Eine Herausforderung, die Hoeneß in seiner jungen Trainerkarriere so noch nicht hatte und schnell lernen muss, damit umzugehen.

Bo Henriksen

Mainz 05 ist DAS Überraschungsteam der Fußball-Bundesliga. Und das liegt zum Großteil an der Arbeit ihres herausragenden Trainers Bo Henriksen. Der Däne übernahm das Ruder am Main im Februar 2024 als Mainz 05 als Tabellen-17. dem Abstieg entgegen taumelte. Henriksen gab den 05ern von Beginn an neue Energie, führte den Klub zum souveränen Klassenerhalt und konnte die gute Form sogar mit über den Sommer retten, was die erste große Errungenschaft des Mainzers ist.

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📸 Alex Grimm - 2025 Getty Images

In dieser Saison holt Henriksen mit Mainz unglaubliche 1,8 Punkte pro Spiel und steht damit folgerichtig auf Platz drei. Dabei ist der Kader zur Vorsaison so gut wie unverändert. Aber Henriksen machte viele Spieler ganz einfach besser. Nadiem Amiri läuft zur Höchstform auf, Jonathan Burkardt tritt zuverlässig und junge Spieler wie Paul Nebel bekommen ihre Chance. Insgesamt scheint die Mischung in Mainz einfach zu passen. Ein offener Umgang neben dem Platz und viel Kommunikation auf dem Platz sind Grundpfeiler der Mainzer Philosophie.

Marco Rose

Der attraktive RB-Fußball kommt in dieser Saison des Öfteren zum Stocken. Die Leipziger stehen nur auf Platz fünf in der Tabelle und haben vor allem in der Offensive Probleme ihr Potenzial abzurufen. RB stellt nur die neuntbeste Offensive der Liga und das trotz Einzelkönner wie Benjamin Šeško, Loïs Openda oder Xavi Simons. Bei Nullnummern wie gegen Augsburg, Union und Freiburg fehlt die zündende Idee im Leipziger Spiel, die auch oft von außen nicht zu kommen scheint.

Für den starken Leipziger Kader wäre das Verpassen der CL-Plätze eine große Enttäuschung und ein Rückschritt in der Entwicklung des jungen Klubs. Seit dem Jahreswechsel wurden erst drei Siege einfahren. Marco Rose steht in der Kritik und braucht Erfolgserlebnisse, um die Saison noch in die richtige Richtung zu biegen. Sonst dürften auch die hoch gehandelten Einzelkönner RB verlassen.

Julian Schuster

Wie kalt das Bundesliga-Gewässer für einen Neuling auf der Trainerbank sein kann, hat Nuri Şahin in Dortmund erleben müssen. Für Julian Schuster war das kühle Nass noch ein paar Grad frischer. Schließlich schickte sich der Ex-Profi an in die riesigen Fußstapfen von Christian Streich, sowas wie das gute Gewissen der Liga, zu treten. Zudem war Schuster plötzlich Chef von mehreren Spielern, mit denen er im Breisgau noch selber in einem Team gekickt hat.

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📸 Alex Grimm - 2025 Getty Images

Bisher ist dem 39-Jährigen der Drahtseilakt mit Bravour gelungen. Budgetär eher im unteren Mittelfeld angesiedelt, steht der Sport-Club momentan auf Rang sechs und ist damit - mal wieder - auf Europapokal-Kurs. Das hat nicht zuletzt mit den schlauen wie mutigen Entscheidungen vom Mann an der Seitenlinie zu tun. Konsequent setzt Schuster auf Talente. Auch wenn das immer wieder bedeutet Akteure auf die Bank zu setzen, mit denen er einst den Platz teilte. Die sportliche Führung stapelte vor der Saison betont tief. Ein derart rasanter Werdegang des Cheftrainers dürfte trotzdem für (positives) Erstaunen gesorgt haben.


📸 Alexander Hassenstein - 2025 Getty Images