Wer übernimmt bei RB? Fünf Kandidaten für die Rose-Nachfolge im Check! | OneFootball

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·3 April 2025

Wer übernimmt bei RB? Fünf Kandidaten für die Rose-Nachfolge im Check!

Article image:Wer übernimmt bei RB? Fünf Kandidaten für die Rose-Nachfolge im Check!

Nach der Niederlage in Mönchengladbach und dem Absturz auf den sechsten Tabellenplatz hat sich RB Leipzig von Cheftrainer Marco Rose getrennt. Bis zum Saisonende übernimmt an seiner Stelle Zsolt Löw.

Schon beim DFB-Pokalhalbfinale am Mittwochabend wird der Ungar gegen den VfB Stuttgart auf der Bank sitzen. Ende Januar wurde Löw zum „Head of Soccer Development“ bei Red Bull, arbeitete in dieser Funktion unter anderem Jürgen Klopp zu. Zwischen 2015 und 2018 war der 45-Jährige bereits als Co-Trainer bei den Sachsen tätig.


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Doch schon jetzt ist klar, dass Löws Amtszeit in Leipzig ein klares Ablaufdatum hat. Der frühere Abwehrspieler hat einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben und soll das zuletzt strauchelnde Starensemble aus der Krise – bestenfalls auf die Champions-League-Plätze – führen.

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„Zsolt bringt sehr viel Energie und Frische mit. Wir sind total überzeugt, dass er uns mit seiner positiven Einstellung und seinem Fachwissen neues Leben einhauchen wird“, begründete Geschäftsführer Marcel Schäfer den Trainerwechsel. Löw selbst erklärte, „an den richtigen Stellschrauben“ drehen zu wollen, um RB zurück in die Erfolgsspur zu bringen.

Aber wer übernimmt den zweifachen Pokalsieger zur kommenden Saison? Wer wird mehr als nur ein paar Stellschrauben drehen und der Mannschaft viel eher seine ganz eigene Spielidee einhauchen? Wir werfen einen Blick auf fünf mögliche Nachfolgekandidaten!

Oliver Glasner

Laut Sky-Informationen führt eine konkrete Spur bereits nach London. In der englischen Hauptstadt ist Oliver Glasner seit etwas mehr als einem Jahr bei Crystal Palace tätig und leistet dort hervorragende Arbeit. In der vergangenen Saison führte der Österreicher die Eagles aus dem Abstiegskampf und etablierte die Mannschaft seitdem trotz namhafter Abgänge im gesicherten Tabellen-Mittelfeld. Darüber hinaus schaffte Palace den Einzug in dass Halbfinale des FA-Cup.

Glasner ist ein naheliegender Kandidat: Er arbeitete von 2012 bis 2014 als Co-Trainer bei Red Bull Salzburg. Zudem kennt er Geschäftsführer Schäfer aus gemeinsamen Zeiten beim VfL Wolfsburg. Einfach zu bekommen ist der 50-Jährige allerdings nicht. Die Süd-Londoner wollen ihren Erfolgscoach unter keinen Umständen ziehen lassen und forderten im vergangenen Jahr satte 80 Millionen Euro, als unter anderem der FC Bayern vorstellig wurde.

Matthias Jaissle

Ein weiterer Kandidat aus dem RB-Kosmos ist Matthias Jaissle. Der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler ist als Trainer ein wahres Kind der Red-Bull-Schule. So fungierte er unter anderem als U16- und U17-Coach in Leipzig, als Chef bei Farm-Klub FC Liefering und später bei RB Salzburg. In Österreich machte sich Jaissle einen Namen und ließ teils begeisternden Tempo-Fußball spielen.

Gehandelt als eines der größten Trainer-Talente in ganz Europa, folgte der 36-Jährige jedoch dem Ruf des großen Geldes und wechselte im Sommer 2023 zu Al-Ahli in die Saudi Pro League. Gerüchten zufolge stand Jaissle im vergangenen Oktober kurz vor einem Rauswurf, doch noch gilt der Vertrag des gebürtigen Nürtingers in der Wüste weiterhin. Um Jaissle zurück zu RB zu lotsen, werden die Leipziger also bei Al-Ahli anklopfen müssen.

Roger Schmidt

Weniger heiß scheint hingegen die Aktie von Roger Schmidt zu sein. Das berichtet jedenfalls Sky. Und doch würde der 58-Jährige von seinem Profil her perfekt nach Sachsen passen. Zwischen 2012 und 2014 trainierte Schmidt in Salzburg, ehe es ihn zu Bayer Leverkusen in die Bundesliga zog. Auch danach leistete er bei der PSV Eindhoven und insbesondere bei Benfica herausragende Arbeit, wurde 2023 Doublesieger in Portugal.

Schmidt steht wie kaum ein anderer Trainer für den in der vergangenen Dekade praktizierten RB-Fußball, der sich über ein hohes Pressing, maximale Intensität und schnelles Umschaltspiel definiert. Doch der der frühere Mittelfeldspieler hat sich weiterentwickelt und praktizierte bei Benfica einen überaus ansehnlichen Ballbesitz-Stil. Dennoch gilt Schmidt als nicht ganz einfacher Charakter, der immer wieder auch mal eingefangen werden muss.

Erik ten Hag

Über keinerlei RB-Background verfügt hingegen Erik ten Hag. Seit seinem Rauswurf bei Manchester United im Oktober 2024 ist der Niederländer ohne Anstellung. Zuvor hatte er mit den Red Devils je einmal den Ligapokal und den FA Cup gewonnen, in der Premier League jedoch stets enttäuscht. Dennoch zehrt ten Hag noch immer von seiner Zeit bei Ajax, wo er überragenden Fußball spielen ließ und eine junge Mannschaft 2019 sensationell bis in das Halbfinale der Champions League führte.

Doch es gibt einen Haken: Wie Sky vor rund vier Wochen vermeldete, soll Jürgen Klopp, bei Red Bull als „Global Head of Soccer“ tätig, sogar ein Veto hinsichtlich einer möglichen Verpflichtung von ten Hag eingelegt haben. Ob sich diese Meinung nach dem Rauswurf von Marco Rose noch einmal ändern wird?

Thomas Frank

Eine weniger prominenter Name als ten Hag ist Thomas Frank. Noch! Denn der Däne tut beim FC Brentford derzeit alles dafür, um das in naher Zukunft zu ändern. Der 51-Jährige betreut den Londoner Klub seit fast sieben Jahren und stieg in diesem Zeitraum erst in die Premier League auf, nur um sein Team wenige Jahre später zu einem durchaus ernstzunehmenden Anwärter auf das internationale Geschäft zu machen. Aktuell liegen die Bees als Tabellenelfter nur sechs Plätze hinter einem Europapokal-Rang.

Was RB ebenfalls gefallen dürfte: Frank ist ein Experte, was die Entwicklung junger Spieler betrifft. Der studierte Sportpsychologe war in Dänemark für die Betreuung zahlreicher Jugend-Nationalmannschaften tätig. Des Weiteren verfügt er über einen Abschluss im coaching-basierten Management. Nicht ausgeschlossen also, dass sich Leipzig in den kommenden Wochen und Monaten um Frank bemühen wird.

(Foto: Getty Images)

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