LaLiga bestätigt: Barça verstößt gegen Financial Fairplay – Olmo-Registrierung nicht regulär | OneFootball

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·2 de abril de 2025

LaLiga bestätigt: Barça verstößt gegen Financial Fairplay – Olmo-Registrierung nicht regulär

Imagen del artículo:LaLiga bestätigt: Barça verstößt gegen Financial Fairplay – Olmo-Registrierung nicht regulär
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Barcelonas Zeit ohne (sportliche oder finanzielle) Konsequenzen scheint abzulaufen… Foto: Alex Caparros/Getty Images

1. Re-Registrierung zu spät, 2. finanzielle Mittel nie angekommen

Wer dachte, die Causa Dani Olmo sei erledigt, der irrte sich schon seit Anfang Januar. Denn als Anfang Januar mit dem Consejo Superior Deporte eine staatliche Behörde das Registrierverbot von LaLiga für Olmo und auch für Pau Víctor aufhob, handelte es sich dabei nicht um ein endgültiges Urteil, sondern einen aufgehobenen und zu untersuchenden Sachverhalt, quasi eine einstweilige Verfügung. Fast drei Monate später geht es nun endlich weiter – mit einer erneuten Wendung. Denn jetzt geht es nicht mehr nur um den Zeitpunkt der Registrierung beziehungsweise die Regel von Verband RFEF, ein Spieler dürfe nicht zwei Mal registriert werden beim gleichen Verein, sondern auch um die angeblichen Einnahmen für Olmo und Víctor. Spansiche Medien hatten darüber bereits am Montag berichtet.


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So hatte der FC Barcelona Ende Dezember große Mühen, rechtzeitig neue Einnahmen zu finden, um die beiden Neuzugänge weiter halten zu können – beide waren im Sommer 2024 vorerst und vorläufig nur bis 31. Dezember 2024 registriert. Die klammen Katalanen, die sich seit Jahren aufgrund Schulden über eine Milliarde Euro diverse finanzielle Schlupflöcher mit ihren berüchtigten Hebeln suchen, behaupteten eigentlich, neue Einnahmen gefunden zu haben: angeblich rund 100 Millionen Euro für den (externen) Vertrieb von angeblich 475 zukünftigen VIP-Boxen im Camp Nou, das sich derzeit im Umbau befindet. Doch nachdem schon zu Beginn genauere Infos und Transparenz vermisst wurden, es stark nach einem weiteren dubiosen Deal roch, so berichtet jetzt auch LaLiga in einer langen Pressemitteilung, es sei „kein Betrag der oben genannten Unternehmensoperation in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, im Gegensatz zu dem, was vom Klub und vom Wirtschaftsprüfer zum Zeitpunkt der Durchführung der besagten Operation bescheinigt wurde“. Also kamen die Wieder-Registrierungen von Olmo und Víctor erstens nicht nur zu spät (nach dem 31. Dezember), sondern zweitens auch ohne die finanziellen Mittel? Jene (angeblichen) Einnahmen hatten auch das Salary Cap von LaLiga anwachsen lassen und sogar diverse Vertragsverlängerungen bei Barcelona (Pau Cubarsi, Ronald Araújo, Pedri, Gavi) ermöglicht.

Der CSD hatte durch Barcelonas Anwälte die Austragung beider Spieler vorerst aufgehoben, ist nun selbst in Erklärungsnot, nachdem anscheinend drei unterschiedliche Wirtschaftsprüfer bei Barça (erst Ernst and Young, dann Gran Thornton, jetzt Crowe Global) nicht für Klarheit sorgen konnten. So schreibt Liga-Verband weiter: „Gemäß den oben genannten Zwischenabschlüssen verfügte der FC Barcelona weder am 31. Dezember 2024 noch am 3. Januar 2025 noch seit diesem Datum über ein Guthaben oder eine Registrierungskapazität für die Registrierung der Spieler Dani Olmo und Pau Victor, was öffentlich als ‚Fair Play‘ bekannt ist.“

Negreira, Martínez, Camp Nou… Barcelonas lange Liste

Anders gesagt: Barcelona trickst weiter. Nachdem zuletzt bereits CA Osasuna Einspruch einlegte gegen die offensichtlich einer FIFA-Regel widersprechende Aufstellung von Iñigo Martínez, nach etlichen Hebeln wie diversen Anteilsverkäufen von Barça Studios und anderen Klubanteilen sowie anderen Registrierproblemen wie der von Gavi, dubiosen Gehältern von Leihgaben wie João Félix (sein Gehalt war erst minimal, kurz nach der Salary-Cap-Veröffentlichung wurde es dann verzehnfacht), bereits für die Rückrunde 2024/25 eingeplanten Einnahmen des noch lange im Umbau befindenden Camp Nous und vielem mehr, ist dies ein weiteres Kapitel rund um die sowohl finanzielle als auch institutionelle Krise der Katalanen – vom gigantischen Negreira-Fall mal abgesehen, in dem Barcelona von 2001 bis 2018 über zehn Millionen Euro an den damaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterkomitees. Eine Tatsache, die sowohl Richter als auch die Guardia Civil als Sportkorruption bezeichnen, und bei der auch Liga-Chef Javier Tebas im Februar erklärte, eine (sportliche) Bestrafung wie ein Zwangsabstieg sei aufgrund der Verjährung zu spät.

Während der Negreira-Fall seit zwei Jahren vor Gericht liegt und bald verhandelt werden dürfte, sind theoretisch beim Fall Olmo und Víctor Konsequenzen oder zumindest sofortige Folgen eher möglich. Denn im neuen Jahr kam Víctor in LaLiga drei Mal (meist kurz) zum Einsatz, in anderen Wettbewerben zwei weitere Male. Bei Olmo sind die Zahlen natürlich größer: in 2025 sieben Einsätze in LaLiga (zwei Tore, zwei Vorlagen) und sechs weitere in anderen Wettbewerben. Könnten diese Liga-Partien – wie jener Einsatz von Martínez’ gegen Osasuna – nun am grünen Tisch annulliert werden? Unwahrscheinlich, und doch nicht komplett auszuschließen. Die Prognose: So deutlich LaLiga auch in dem Fall geworden ist und schon im Januar sich gegen eine Wieder-Eintragung wehrte, so wird Barça wohl auch hier mit einem blauen Auge davon kommen. Und rückwirkend vermutlich keine Strafen erfahren, sondern wenn, dann eher künftig auf die beiden Spieler verzichten müssen – zumindest in LaLiga. Denn selbst wenn es den Vorwurf vorsätzlichen Betrugs geben sollte, wäre das wohl nur schwer nachzuweisen oder Joan Laporta und Co. könnten dagegen wieder vor einem Gericht Einspruch einlegen und ein mögliches Urteil zumindest aufheben und verzögern.

So oder so: Seien es bereits einkalkulierte VIP-Boxen- oder sonstige zu diesem Zeitpunkt nicht realistische Camp-Nou-Einnahmen, der Negreira-Fall oder das Hin und Her um Olmo und Víctor – der FC Barcelona hebelt sich selbst immer tiefer in eine institutionelle Krise.

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