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Löwenmagazin

·26. März 2025

1. Bundesliga im Grünwalder Stadion?

Artikelbild:1. Bundesliga im Grünwalder Stadion?

Keine 1. Bundesliga mehr im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße? Bereits vor einigen Jahren haben wir das bezweifelt. Die Löwen sollten bei der Stadt darauf drängen möglichst viele Vorgaben auch für die erste Liga umzusetzen. Und man sollte einige Vorgaben in Frage stellen.

Ein Totschlagargument gegen das Grünwalder Stadion für einige: es soll dort nie wieder 1. Bundesliga möglich sein. Die Löwen können somit nicht aufsteigen. Doch wir stellen das in Frage. Noch einmal zur Erinnerung: Das Stadion wird in jedem Fall saniert und bleibt damit als drittligataugliches Stadion erhalten. Die Frage ist, ob man Umbaumaßnahmen vornimmt, die eine Zweitligatauglichkeit ermöglicht. Wir sagen: ja! Dabei sollte man jedoch die 1. Bundesliga nicht kategorisch ausschließen. Auch die Machbarkeitsstudie nähert sich in einigen Bereichen der 1. Bundesliga an.


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Die Stadionkapazität

Die Stadt München hat als Obergrenze für das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße eine Zuschauerkapazität von 18.105 Zuschauer genannt. Diese Anzahl erfüllt die Anforderungen für die 2. Bundesliga als auch für die 1. Bundesliga. Hier kann man also einen Haken machen.

Die Deutsche Fußball Liga schreibt vor, dass von diesen Plätzen mindestens 4.500 Sitzplätze sein müssen. Für die 1. Bundesliga sind hingegen 8.000 Sitzplätze notwendig. Bei den Zahlen, die in der Machbarkeitsstudie von Speer & Partner genannt werden, geht man von 7.897 Sitzplätzen aus. Dabei ging die Machbarkeitsstudie allerdings von einer Gesamtkapazität von 18.060 Zuschauern aus. So oder so würden allerdings nicht wirklich viele Plätze fehlen, um die Voraussetzungen für die 1. Bundesliga zu erfüllen. Vermutlich fehlen gerade mal 58 Sitzplätze für die Erstligatauglichkeit.

Die Stadionkapazität ist also wohl eher kein Hindernis, um Bundesliga-Fußball im Grünwalder Stadion zu spielen.

Flutlichtanlage

Bereits die Anforderung sowohl für 2. Bundesliga als auch die 1. Bundesliga erfüllt die neue Flutlichtanlage, die es aktuell gibt. Hier besteht aktuell kein Handlungsbedarf.

Parkplätze für Medien

Eine Herausforderung für eine mögliche Erstligatauglichkeit gibt es im Bereich der Medien. Hierzu ist das „Regelwerk für Stadien und Sicherheit“ gar nicht mehr relevant, sondern wir müssen einen Blick in die „Medienrichtlinien“ werfen.

Eine Herausforderung sind die Parkplätze für die Medienvertreter. Und da muss man sich schon fragen, ob nicht die geplante Sporthalle Abhilfe schaffen kann. Denn in den Planungen für die Sporthalle gibt es bislang auch die Idee eines Parkhauses. Klar ist aber, dass man hier Plätze benötigt. Und die sollten auch von einem Magenta Sport – Reporter dann gefunden werden, damit dieser nicht sinnlos durch Giesing irrt und dann in einem Podcast schimpfen kann.

Arbeitsplätze für Medien

Bei den Arbeitsplätzen im Stadion sollte es hingegen weniger Probleme geben. Geplant sind lediglich die 25 vorgeschriebenen Plätze der 2. Bundesliga. Für Print und Online benötigt es 25 Plätze mehr in der 1. Bundesliga. Für audiovisuelle Berichterstattung hat man bereits 15 statt den geforderten 9 Plätzen der 2. Bundesliga geplant, in der 1. Bundesliga müsste man auf 30 aufstocken. Bei den Beobachterplätzen fehlen lediglich 2 Plätze um auch erstligatauglich zu sein.

Und für die Pressekonferenz? Schreibt die DFL in der 1. Bundesliga satte 80 Plätze vor. Aber auch das müsste machbar sein.

Stellplätze für Übertragungswägen

Die größte Herausforderung für die 1. Bundesliga liegt allerdings bei den Stellplätzen für die Ü-Technik. 400 m² mehr als in der 2. Bundesliga fordert die DFL an Stellplätzen für die Übertragungswägen. Und der Platz ist rund um das Stadion schwierig zu finden. Doch diese Angaben wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert. Die Übertragungswägen sind kleiner geworden und benötigen weniger Platz.

Im Stadionhandbuch steht zudem: „Im Fall, dass – z. B. aufgrund baulicher Gegebenheiten – keine Mindestgröße von 800 bzw. 1.200 m2 nachgewiesen werden kann, besteht die Möglichkeit, die erforderliche Gesamtfläche im Rahmen einer zu beantragenden Ausnahmegenehmigung durch mehrere aus Gesamt-Produktionssicht (Kabelwege, Strom etc.) geeignete Einzelflächen nachzuweisen.“

Wäre das Stadion zweitligatauglich und die Löwen würden tatsächlich vor einem Aufstieg in die 1. Bundesliga stehen, würde man sicherlich eine Lösung finden. Wenn man nicht sogar schon jetzt die vorgegebenen Flächen an den tatsächlich notwendigen Bedarf anpasst.

Fazit

Politisch will die Stadt München natürlich vermeiden, dass man von 1. Bundesliga im Städtischen Stadion an der Grünwalder Stadion spricht. Die Zweitligatauglichkeit lässt sich besser verkaufen, alleine im Hinblick auf die aktuelle sportliche Situation der Löwen.

Doch ob es wirklich ein so großer Schritt zu Bundesligatauglichkeit ist, muss man bezweifeln. Alleine schon aus ökologischen Gesichtspunkten kann die DFL nicht einen Stadionneubau fordern, wenn einige Anforderungen fraglich sind.

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